Pусский
English
Deutsch

Hevert-Fachkreisportal
Login für Ärzte, Apotheker und Therapeuten.

Loggen Sie sich jetzt ein und erfahren Sie wie Sie Ihre Patienten und Kunden besser beraten können.

zum Login

 

Fragen und Antworten
Was ist der Unterschied zwischen Nahrungser-gänzungsmitteln und pflanzlichen Arzneimitteln?
weiter lesen ...

Besuchen Sie uns in Nussbaum. zur Hevert Virtual TourHier gehts zu unserem virtuellem Rundgang!

Die Geschichte der Firma Hevert: Auf den Spuren Pastor Felkes

Gegründet wurde das Unternehmen 1956 von Emil Hevert und seiner Frau Dorothea als Firma "Hesopharm Pharmazeutische Erzeugnisse" in Sobernheim, einer Kleinstadt im sonnigen Weingebiet an der Nahe.

Die Gründungszeit

Der ursprünglich aus dem Rheinland stammende Pharmazeut hatte einige Jahre den Vertrieb der Arzneimittelfirma Mauch
aus Köln betreut, bevor er sich zusammen
mit seiner Frau 1956 entschloss in
Sobernheim ein eigenes pharmazeutisches Unternehmen aufzubauen. Ziel hierbei war die wirtschaftliche Unabhängigkeit und das Ansinnen die langjährige Erfahrung in die Herstellung eigener Präparate zu stecken.

Die Arbeit bei der Firma Mauch hatte Emil Hevert mit den Methoden und Heilmitteln des berühmten Naturheilkundlers Pastor Emanuel Felke bekannt gemacht. Felke war in seinen letzten Lebensjahren eng mit dem Gründer der Firma Mauch, dem Apotheker Dr. Richard Mauch, befreundet und hatte sich von diesem seit 1922/23 seine "Felke-Complexmittel" herstellen lassen.

Die Wahl der Gründungsstätte der Firma Hevert kam nicht von ungefähr, war doch Sobernheim die langjährige Wirkungsstätte Felkes und der spätere Sitz des aus vielen Felke-Vereinen hervorgegangenen Felke-Bundes, an dessen Gründung Emil Hevert beteiligt war. Aufbauend auf dieser Tradition erhielt die "Felke-Stadt", wie sie auch genannt wird, 1995 den Status einer Kurstadt und trägt seitdem den Zusatz "Bad" Sobernheim.
 

Durch seine weitreichenden Verbindungen zu naturheilkundlich tätigen Therapeuten und seine langjährige Erfahrung mit Arzneimitteln war es Emil Hevert möglich, für das junge Familienunternehmen ein ausgewähltes Sortiment homöopathischer und phytotherapeutischer Arzneimittel zusammenzustellen. Viele der Rezepturen stammten dabei von ehemaligen Schülern des Pastors Felke und sind, obwohl meist nicht mehr in Originalzusammensetzung, noch heute Teil des Hevert Präparatesortiments.

Nun war Hevert unter den schon gut etablierten Naturheilmittelherstellern ein "Newcomer" und musste sich erst langsam einen Namen schaffen. Nur durch großen persönlichen Einsatz und die unermüdliche Unterstützung seiner Frau Dorothea war es Emil Hevert möglich, Herstellung und Vertrieb der eigenen Arzneimittel aufzubauen und weiterhin den Vertrieb von Arzneimitteln anderer Hersteller zu betreuen.

Leider war es ihm nicht lange vergönnt, das eigene Unternehmen wachsen zu sehen. Schon 1957 verstarb er im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt und hinterließ neben seiner Frau zwei Söhne, Wolfgang und Uwe, im Alter von 10 und 2 Jahren.

Hevert etabliert sich

  Nach dem frühen Tod ihres Mannes musste
  die junge Witwe Dorothea Hevert das 
  kleine Unternehmen fortführen und weiter
  aufbauen, um den Lebensunterhalt für sich
  und ihre zwei Kinder zu sichern. Die tüchtige
  Tochter einer Bauernfamilie tat dies, indem
  sie mit großer Beharrlichkeit und Geschick,
  die durch ihren Mann etablierten Kontakte
  zu Heilpraktikern, Ärzten und Apothekern
  pflegte und sich selbst um die Distribution 
  der Arzneimittel kümmerte. Obwohl sie
                                   hierzu weite Fahrten durch ganz Deutschland unternahm, überwachte sie auch die Produktion, die mit Hilfe einer Apothekerin und wenigen Mitarbeitern im Erdgeschoss des Familienhauses stattfand.

Durch die engen Kontakte zu Therapeuten war es ihr möglich, das Arzneimittelsortiment um weitere, in der Praxis bewährte homöopathische und phytotherapeutische Präparate zu ergänzen und schon bald musste die Produktionsstätte im eigenen Haus durch einen Anbau erweitert werden. Mit der selektiven Ansprache von einflussreichen Therapeuten und Arbeitskreisen, wie den Augendiagnostikern und dem Felke-Bund, schaffte es Dorothea Hevert die Hevert Präparate im Markt zu etablieren und dem Unternehmen eine treue Anhängerschaft zu sichern.

Nach langem Rechtsstreit mit der Firma Helopharm in Berlin wurde 1963 der Name "Hesopharm" aufgegeben und so firmierte das Unternehmen fortan mit "Hevert Pharmazeutische Erzeugnisse".

  Im Jahr 1972 trat der älteste Sohn
  Wolfgang in der Firmenleitung an ihre Seite
  und begann als Herstellungsleiter die
  Geschicke der Firma in die Hand zu
  nehmen. Wolfgang Hevert hatte mit Blick
  auf seine zukünftige Aufgabe im elterlichen
  Betrieb in Berlin Pharmazie studiert und dort
  mit der Approbation abgeschlossen.


 

  Zusammen mit seiner Mutter steckte er alle
  Energie in den Ausbau der Firma und die
  Ausweitung der Produktionskapazitäten, so
  dass das Unternehmen aus dem
  Familienhaus in der Kirchstrasse ausziehen
  und 1975 das neue Produktions- und
  Verwaltungsgebäude in der
  Eckweilerstrasse in Sobernheim beziehen konnte. Dieses Gebäude, welches über 20 Jahre den Hauptsitz der Firma Hevert darstellen sollte, war bereits nach dem pharmazeutischen Standard der GMP Richtlinien errichtet worden und bot eine Nutzfläche von 1400 qm.

Mitte der 70er Jahre verstärkte Hevert auch seine Präsenz auf wichtigen Naturheilmessen und -kongressen und begann bald darauf firmeneigene Seminare auszurichten.

Nach dem Eintritt des jüngsten Sohnes Uwe Hevert 1984 als Vertriebsleiter wurde das juristische Gerüst der weiterhin als Einzelunternehmen geführten Firma zu eng und das
Unternehmen deshalb 1986 in eine GmbH & Co. KG unter der gemeinsamen Leitung von Dorothea, Wolfgang und Uwe Hevert umgewandelt.

Wolfgang Hevert drängte es neben seiner Tätigkeit als Apotheker im eigenen Unternehmen, auch die therapeutische Seite der Arzneimittelanwendung fachlich zu beherrschen. So absolvierte er zusätzlich das Studium der Medizin in Mainz, führte anschließend mehrere Jahre eine Privatpraxis als Allgemeinarzt mit Schwerpunkt Naturheilverfahren in Wiesbaden und promovierte 1984.

  Im Unternehmen widmete er sich besonders
  der Erweiterung der Präparatepalette, die
  seit dem Bezug der neuen
  Produktionsräume in der Eckweilerstrasse
  neben oralen homöopathischen Komplex-
  und Einzelmitteln, Phytopharmaka und
Arzneitees bald auch zahlreiche von ihm selbst entwickelte Rezepturen homöopathischer Injektionspräparate umfasste.

Das breite Sortiment war zu dieser Zeit ganz auf die Bedürfnisse der Ärzte für Naturheilverfahren und Heilpraktiker ausgerichtet. Erst in der zweiten Hälfte der 80er Jahre begann man Präparate für den wachsenden Markt der Selbstmedikation anzubieten.

Von weitreichender Bedeutung sollte das 1976 erlassene neue Arzneimittelgesetz (AMG) für das Unternehmen Hevert werden. Das am 1. Januar 1978 in Kraft getretene AMG führte für alle Arzneimittel ein obligatorisches Zulassungsverfahren ein und verpflichtete die pharma-zeutischen Unternehmen, alle schon vor diesem Zeitpunkt auf dem Markt befindlichen Präparate noch nachträglich einer Prüfung von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit zu unterziehen, um die endgültige Zulassung, die sogenannte Nachzulassung zu erhalten.

  Schon Mitte der 80er Jahre bot das
  Hauptgebäude in Sobernheim durch das
  schnelle Wachstum des Unternehmens und
  die große Präparatepalette nicht mehr
  ausreichend Raum und so wurde im nahe
  gelegenen Gewerbegebiet ein
  Hochregallager errichtet und 1986 bezogen.

Auf- und Ausbau unter Dr. med. Wolfgang Hevert

  Um 1990 entzweiten sich die Meinungen 
  von Dorothea, Wolfgang und Uwe Hevert
  über die weitere Fortführung des
  Unternehmens. Man beschloss getrennte
  Wege zu gehen und Dr. Wolfgang Hevert
  übernahm als geschäftsführender
  Gesellschafter die alleinige Leitung.

  Untrennbar war seine Arbeit in den
  folgenden Jahren mit der Nachzulassung verbunden, welche seit 1978 sein unternehmerisches und politisches Handeln begleitete. Da sich eine große Anzahl der Hevert-Präparate auf altbewährte Rezepturen stützt und schon vor 1978 im Handel war, hatten diese Mittel nur eine fiktive Zulassung erhalten mit der Auflage einen durch das Bundesgesundheitsamt (und später das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) kontrollierten Nachzulassungsprozess zu durchlaufen.

So galt es für Dr. Wolfgang Hevert das große Arzneimittelsortiment der Firma Hevert zukunftsfähig zu machen und die drohende Marktbereinigung und die Beschneidung bewährter Naturheilpräparate nicht kampflos zu akzeptieren. Nicht nur für das eigene Unternehmen, sondern für den gesamten Markt der homöopathischen und pflanzlichen Arzneimittel setzte er sich an allen Fronten für eine liberale Ausgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen und für den Erhalt einer möglichst großen therapeutischen Vielfalt an Präparaten und Wirkstoffen ein.

  Krönung und Manifestation des Erfolges der
  Firma Hevert war 1996 die Eröffnung eines
  hochmodernen Pharmaneubaus. Das
  beeindruckende neue Produktions- und
  Verwaltungsgebäude ist seit 1996
  Hauptsitz des Unternehmens und liegt,
  eingebettet in Weinberge und eine von Dr.
  Hevert selbst gestaltete Parklandschaft, in
  Nussbaum einer Nachbargemeinde von Bad
                                  Sobernheim.

Für alle völlig überraschend verstarb Dr. Wolfgang Hevert am 20. März 2003 an Herzversagen, kurz vor seinem 56. Geburtstag. Mit Energie, Risikobereitschaft, Weitblick und hohem persönlichen Engagement hat er die Arzneimittelfirma Hevert zu einem angesehenen und bedeutenden Unternehmen der Naturheilkunde geführt. Triebkraft seines Lebens war es, Therapeuten, Apotheker und Patienten mit sinnvollen Arzneimitteln zu versorgen und auf fachlicher und politischer Ebene für den Erfolg der Naturheilkunde zu kämpfen.

Familienunternehmen in dritter Generation

  Heute wird das Unternehmen in dritter
  Generation von Mathias Hevert, dem
  ältesten Sohn Dr. Wolfgang Heverts
  geleitet.

  Der Diplomkaufmann und Absolvent der
  Universität St. Gallen hat sich zum Ziel
  gesetzt, das Unternehmen im Sinne der
  Familie fortzuführen und die therapeutische
  Vielfalt der Präparate auch in Zukunft für
  alle Therapeuten und Patienten zu sichern.
Daneben soll die Öffnung des Unternehmens für den europäischen Wirtschaftsraum weiter vorangetrieben werden.